Bau für Fehmarnbelt-Tunnel startet

Seit über 20 Jahren gibt es Pläne für den Bau eines Tunnels zwischen Fehmarn und Dänemark. Der Baubeginn findet laut den News Schweiz nun kurz nach Neujahr statt. In der Vergangenheit gab es mehrere Einwände gegen den Bau, sodass es zu mehreren Verzögerungen gekommen ist. Der Verkehrsminister von Dänemark, war beim Baubeginn auf dänischer Seite persönlich vor Ort. Aufgrund der Corona-Maßnahmen kam es auch kurzfristig ein weiteres Mal zur Verschiebung des Starttermins.

Lange Phase der Planung und Diskussionen

Über mehrere Jahre gab es Diskussionen, wie der Tunnel auszusehen hat und wo genau der Bau des Tunnels stattfinden soll. Nachdem die Diskussionen final beendet wurden und eine Entscheidung getroffen wurde, wurde der Starttermin des Baus für 2015 festgelegt.

Der Plan sah vor, dass der Fehmarnbelt-Tunnel im Jahr 2021 fertig gebaut werden sollte und in der Folge genutzt werden könne. Dadurch, dass es jedoch zu erhöhten Kosten und weiteren Meinungsverschiedenheiten kam, wurde der Beginn des Baus ein weiteres Mal verschoben. Gerade Dänemark dränge jedoch auf den Baubeginn. Dabei fiel sogar die Entscheidung, dass sämtliche Baukosten von Dänemark übernommen werden. Gesondert für den Bau des Tunnels gründeten Verantwortliche das Femern A/S. Ursprünglich gab es die Genehmigung des Parlaments in Dänemark bereits 2015.

Ankündigung des dänischen Verkehrsministers

Auf dänischer Seite hatte es in jüngster Vergangenheit mehrere Anstrengungen gegeben, mit dem Bau des Tunnels, der das dänische Lolland mit Fehmarn verbinden soll, zu beginnen. Nun kündigte der Verkehrsminister in Dänemark an, dass der Bau noch im Januar richtig starten solle. Die ersten Schritte seien dabei zunächst die Fabrikation eines Betriebs Rødby. Der Plan beinhaltet zudem, dass noch 2021 einige Bestandteile im Meer platziert werden, um im Anschluss weiter an dem Tunnel arbeiten zu können.

Benny Engelbrecht, der Verkehrsminister in Dänemark, sieht den Bau der Brücke als “eine der größten Bauarbeiten der dänischen Geschichte” an. Diskussionen hielten im Vorfeld über mehrere Jahre an.

Die Fertigstellung des Projekts und die Inbetriebnahme ist nun für 2029 geplant. Rund acht Jahre beträgt somit die Bauzeit für den Fehmarnbelt-Tunnel.

Diskussionen und Bedenken

Noch bis zuletzt gab es eine Vielzahl an Einwänden und Diskussionen aus unterschiedlichen Richtungen. Sowohl Umweltschützer als auch Fährbetriebe legten teilweise mehrfach Einspruch gegen den Baubeginn ein. Speziell in Schleswig-Holstein gab es eine Vielzahl an Debatten um das Bauprojekt. Nachdem jedoch auch das Bundesverwaltungsgericht mehrere Klagen abgewiesen hatte, ist nun auch auf deutscher Seite ein finales Baurecht gegeben.

Virtuelle Veranstaltung zu Beginn des Projekts

Aufgrund der Corona-Pandemie und den gelten Einschränkungen in Deutschland und Dänemark konnte die Eröffnung des Bauprojekts nicht wie geplant vonstattengehen. Der Verkehrsminister Dänemarks wollte in Rødbyhavn den Bau des Tunnels einleiten. Dies ließ sich jedoch nicht bewerkstelligen, weshalb die Eröffnung virtuell stattfand. Zu dieser Veranstaltung war auch Andreas Scheuer, der Bundesverkehrsminister Deutschlands, zugeschaltet. Er betonte, dass dieses Bauprojekt eine “Riesenchance für Europa” sei. Neben dem Politiker der CSU äußerte sich auch Bernd Buchholz, der Verkehrsminister von Schleswig-Holstein. Er kündigte an, dass auch der Baubeginn in Deutschland demnächst folgen würde.

Verkürzung der Reisezeit

Die momentane Dauer zur Überquerung mit der Fähre beträgt rund 45 Minuten. Durch den Tunnel soll dies ab 2029 deutlich schneller vonstattengehen. In die dänische Hauptstadt Kopenhagen sollen Autos, LKWs und auch Züge schneller gelangen. Insgesamt ist das Ziel, die Reisezeit von Hamburg nach Kopenhagen aufgrund einer vierspurigen Autobahn um rund eine Stunde zu verringern. Auch mit dem Zug soll dies ab 2029 deutlich schneller funktionieren.

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